Hausmittel sind eine gute Sache. Wenn sie denn wirklich helfen.

Manche Hausmittel werden heute immernoch empfohlen, obwohl sie dir erwiesenermaßen gar nichts bringen.

Wenn du also schon was für dein Immunsystem tust, dann willst du ja nicht auf eines dieser falschen Pferde setzen.

Sondern deine Energie in deine schnelle Genesung investieren. Auf die folgenden Hausmittel kannst du dann gut verzichten:

Das sind die Hausmittel-Mythen

1. Vitamin C

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Vitamin C hat seit 50 Jahren den Ruf als das Anti-Erkältungsmittel schlechthin. Ob als Zitrusfrucht oder in Form von Tabletten oder Brausepulvern.

Vitamin C ist für viele immer noch das erste Mittel der Wahl, wenn sie erste Erkältungssymptome spüren.

Aber in letzter Zeit gab es es auch viele Gegenstimmen zu lesen. Wonach eine Extraportion Vitamin C überhaupt nichts bringt oder sogar schädlich sein kann.

Was stimmt nun?

Hilft Vitamin C deinem Immunsystem?

Aus einem großen Vergleich von insgesamt 55 Studien lässt sich eindeutig sagen: Vitamin C vorsorglich eingenommen gibt dir keinerlei Schutz vor Erkältungen.

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Und jetzt kommt das Aber.

Aber: Wenn du extremer körperlicher Belastung ausgesetzt bist, z.B. einen Marathon läufst, dann kann Vitamin C nachweislich dein Erkältungsrisiko senken.

Und hinzu kommt: Wenn du die ersten Symptome einer Erkältung verspürst, dann kannst du mit Hilfe von Vitamin C wahrscheinlich die Erkältungsdauer etwas verkürzen.

„Wahrscheinlich“, weil das nicht in allen Studien einwandfrei nachgewiesen werden konnte.

Wenn du Vitamin C nutzen möchtest, um deine Erkältung zu verkürzen, dann musst du gleich bei den ersten Symptomen über die ersten Tage 1 – 2 g Vitamin C zu dir nehmen.

Vitamin C hilft dir also nur:

  1. Bei extrem großer körperlicher Belastung.
  2. Und wenn du die ersten Symptome einer Erkältung verspürst. Dann kann Vitamin C die Erkältung evtl. verkürzen.

DAS Anti-Erklätungsmittel ist Vitamin C aber definitiv nicht.

2. Zink

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Ist dir das auch schonmal aufgefallen: Wenn die Erkältungswelle richtig losrollt, ist das Zinkregal im Drogeriemarkt immer mit als erstes leer.

Aber hilft eine Extradosis Zink deinem Immunsystem?

Nach heutigem Wissenstand: Nein.

Der Glaube daran, dass Zink bei Erkältungen hilft, ist inzwischen genauso tief verankert, wie der Glaube an Vitamin C.

Aber dieser Glaube hat sich leider als Fehler rausgestellt.

2013 hat die Cochrane Collaboration (der TÜV für wissenschaftliche Studien) eine Übersichtsarbeit rausgebracht in der es hieß: Ja, Zink kann die Dauer deiner Erkältung verkürzen.

Dummerweise basierte diese Übersichtsarbeit auf mehreren Studien, wovon eine fehlerhaft war. Auch Wissenschaftler irren sich mal. Und so musste das ganze Ding 2015 revidiert werden.

Dadurch hat die Aussage Zink verkürzt deine Erkältung“ aus wissenschaftlicher Perspektive leider keine Gültigkeit mehr.

Trotzdem hält sich der Glauben an Zink weiter hartnäckig.

Weil Zink ja auch grundsätzlich wichtig für dich und deinen Körper ist. So wie andere Mineralien auch.

Das heißt im Klartext: Wenn du einen Zinkmangel hättest, dann wäre das schlecht für dein Immunsystem.

Wenn du dich aber von einer ganz normalen Vollwertkost ernährst, brauchst du dir bezüglich eines Zinkmangels keine Sorgen machen.

Wer seinen Zinkhaushalt im Blick behalten sollte sind:

  1. Veganer,
  2. Vegetarier
  3. und Menschen mit chronischen Krankheiten des Verdauungstraktes.

Gute pflanzliche Quellen für Zink sind übrigens:

Lebensmittelmg Zink auf 100 g
Weizenkleie9,0 mg
Sesam 7,7 mg
Kürbiskerne6,1 mg
Sonnenblumenkerne5,7 mg
Haferflocken4,3 mg
Pinienkerne4,2 mg
Paranüsse4,0 mg
Linsen3,7 mg

Zink wird genauso wie Vitamin C als Wundermittel gegen Erkältungen vollkommen überbewertet.

Wenn du nicht zu einer der 3 oben genannten Gruppen gehörst und dich nicht total einseitig ernährst, dann brauchst du dir wegen deiner Zinkversorgung keine Gedanken zu machen.

3. Heiße Zitrone

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Die Zitrone ist ein bekannter Vitamin C Lieferant und die heiße Zitrone mit Honig ein sehr beliebtes Erkältungsmittel.

Hilft heiße Zitrone deinem Immunsystem?

Nein.

Wie beim Thema Vitamin C gilt auch hier bei der Zitrone:

Aus einem großen Vergleich von insgesamt 55 Studien lässt sich sagen: Vitamin C vorsorglich eingenommen gibt dir keinerlei Schutz vor Erkältungen.

Das zusätzliche Problem mit der heißen Zitrone ist:

Eine mittelgroße Zitrone enthält ca. 50 Milliliter Saft. Darin stecken ca. 25 mg Vitamin C.
Wenn du du den Zitronensaft mit heißem Wasser übergießt, zerstörst du einen Großteil des Vitamin Cs, weil es sehr hitzeempfindlich ist.

Wenn du schon deinen Vitamin C Speicher füllen möchtest, ist heiße Zitrone also nicht die beste Wahl.

Iss lieber:

  • zwei Kiwis,
  • eine Orange,
  • eine rohe Paprika,
  • oder trink einfach ein Glas Sanddornsaft.

4. Honig

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Dem Honig werden wahre Superkräfte zugeschrieben. Er soll bakterielles Wachstum verhindern, bei der Wundheilung helfen und auch gegen Erkältungen.

Aber hilft Honig deinem Immunsystem wirklich?

Jein.

Honig hat tatsächlich sehr gesunde Inhaltsstoffe. Die Bienen setzen dem Honig Enzyme hinzu, die gegen Bakterien wirken.

Bewiesen werden konnte der Effekt bei Kindern mit Husten. Da half die Honig-Therapie teilweise besser als Hustensaft.

Allerdings ist die Menge dieser gesunden Enzyme im Honig so gering, dass du ihn als Erwachsener kiloweise essen müsstest, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Hinzu kommt: Diese Wirkung konnte bisher nur bei Bakterien nachgewiesen werden. Die meisten Erkältungen werden aber von Viren verursacht.

„Normaler Honig“ bringt deinem Immunsystem also nicht wirklich viel.

Was ist mit dem Manuka-Honig?

Aber es gibt einen besonderen Honig aus Neuseeland, den sogenannten „Manuka-Honig“. Was hat es damit auf sich?

Manuka-Honig entsteht aus dem Nektar eines in Neuseeland beheimateten Teebaums.

Dieser Manuka-Honig hat einen besonderen Inhaltsstoff namens „Methylglyoxal“, abgekürzt MGO.

Dieses MGO wirkt desinfizierend und ist im Manuka-Honig in besonders hoher Konzentration vorhanden (ca. das 300 – 700 Fache als in normalem Honig).

Das Problem an der ganzen Sache ist: Nachgewiesen wurde dieser Effekt, wenn du den Honig direkt auf eine mit Bakterien „verseuchte“ Stelle aufträgst.

Das heißt, diese desinfizierende Wirkung bringt dir was. Auf einer Wunde zum Beispiel. Oder wenn dein Rachen entzündet ist.

Ob dir Manuka-Honig aber auch bei einer Nebenhöhlenentzündung helfen kann, das weiß keiner.

Weil der Effekt bisher nur beim direkten Auftragen auf eine bestimmte Stelle nachgewiesen wurde.

Und ob Manuka-Honig auch wirkt, wenn er erstmal verdaut wurde – dazu gibt es keine Erkenntnisse.

Nach jetzigem Wissenstand kann man also noch nicht sagen, ob Manuka-Honig auch gegen Erkältungen hilft.

Fazit

Diese Hausmittel helfen dir bei einer Erkältung nicht wirklich weiter.

Setze stattdessen lieber auf diese 10 Hausmittel, die dein Immunsystem wirklich stärken. Sie sind wissenchaftlich nachgewiesenermaßen hilfreich.

Immunsystem natürlich stärken: 10 Hausmittel, die erwiesenermaßen helfen

Und hier erfährst du, wie du mit Hilfe der Ernährung dein Immunsystem stärken kannst.

Immunsystem stärken durch Ernährung: Diese 6 Lebensmittel machen dich gesund

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